*Fraktionsübergreifender Antrag von über 100 Abgeordneten:*
Sie gehören der CDU/CSU, der SPD, Bündnis ‘90/ die Grünen und der Linken an. Und sind sich einig. Ja, das gibt’s.🤝😉
*Worum geht’s?*
Abgeordnete dieser vier Fraktionen haben einen gemeinsamen Antrag vorgelegt. Darin geht es um den nicht-invasiven Pränataltest (NIPT).
ℹ️ Der NIPT ist ein Verfahren, für das sich Frauen während ihrer Schwangerschaft entscheiden können. Mittels einer Blutprobe der werdenden Mutter kann bestimmt werden, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ihr Fötus Trisomie 13, 18 und 21 hat.
Seit 2012 gibt es den NIPT in Deutschland; seit 2022 werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen. Daten der vergangenen vier Jahren zeigen, dass sich immer mehr Schwangere – fast die Hälfte – dafür entscheiden.
📝 Im *Antrag* wird bemängelt, dass der NIPT seit Kassenzulassung zur Routine werde. In welchen Fällen getestet werden soll, sei außerdem nicht genau genug geregelt.
*Konkret fordern die Abgeordneten* nun, die *Folgen* der Kassenzulassung des NIPT *zu analysieren*:
Zum Beispiel, warum Schwangere sich für den Test entscheiden und ob sie in der Arztpraxis ausführlich (genug) beraten werden.
Ebenso eine der zentralen ethischen Fragen:
Gibt es Veränderungen bei der Geburtenrate von Kindern mit sogenanntem Down-Syndrom (Trisomie 21)?
Die *Ergebnisse dieses Monitorings* sollen von Expertinnen und Experten in einem *Gremium* ausgewertet werden. Auch das steht im Antrag.
Ihr seht:
Das Thema ist *komplex* und wirft unterschiedliche *rechtliche, ethische und gesundheitspolitische Fragen* auf. Entsprechend emotional und kontrovers war die heutige Debatte. Nun beschäftigen sich die Ausschüsse mit dem fraktionsübergreifenden Anliegen.